Sanyoo

 

Sanyoo

Copyright Lukas Bonomeo

Filterlos

durch den Filter der Musik,

sich selbst in Worte fassend,

Emotionen greifbar machend

durch die Freude am Spiel,

mit Tönen und Worten –

ihren Klängen, ihren Rhythmen

und ihrer Bedeutung.

 

Ist das, was wir sagen,

auch das, was wir meinen?

Ist das, was wir spüren,

auch das, was wir hören?

Ist das, was wir sehen real?

 

Copyright Lukas Bonomeo

Was bleibt, wenn alles stillsteht?

 

Sanyoo schreibt

in Momenten,

wo sie stehen bleibt,

um sich selbst zu spüren und zu ordnen,

ohne Verstecke, ohne Hüllen;

durch die lyrische Beschäftigung mit ihren Gefühlen und Gedanken

zum Leben und der Welt um sie herum,

klarer auf den Punkt kommend,

sich selbst verstehend.

 

Durch die Klänge des Klaviers und die Melodien in ihrem Kopf inspiriert, findet sie zu sich selbst – oder schweift ab und fliegt davon. Mit einer unbändigbaren Lust am Musikmachen und einer Faszination für Rhythmen, Harmonik und Formen, nähert sich Sanyoo spielerisch einer Fusion all ihrer Ideen, und sucht unablässig nach ihrer Wahrheit.

Dafür setzt sie sich über stilistische Grenzen hinweg und lässt alles einfließen, was sie beeinflusst und beeindruckt hat: Erlebtes, Erinnerungen, Bilder, Klänge, Erwartungen, Gegensätze, sich gegenübergestellt, widersprechend oder ergänzend. So erhebt sie sich aus einer nachdenklichen Melancholie in eine strahlende, fließende Spiel- und Lebensfreude, unterstreicht die Bedeutung ihrer Texte durch ihre Musik oder führt sie ad Absurdum.

Aber wissen wir definitiv, wie die Worte gemeint waren?

Suchend? Findend? Fragend? Beobachtend? Welche Gefühle lagen dahinter?

Unter dem Namen ihrer längst verschwundenen, unsichtbaren Freundin Sanyoo, schreibt die Sängerin, Flötistin und Pianistin Sophie Schollum Songs, welche die Grenzen zwischen Pop, Jazz, Soul, Funk und Klassik verblassen lassen.

Popmelodien mit klassisch anmutenden Bläser- und Streicherarrangements folgen auf tonal ungebundene Ausbrüche, fremde Harmonien verbindet sie durch eingängige Melodien.

Komplexe Rhythmen erzählen von der Freude an der Verwirrung, an der Mehrdeutigkeit von Situationen, während klare Formen sowie Ohrwürmer etwas zum Festhalten in all der Verflochtenheit bieten.

Copyright Lukas Bonomeo

Während sie in ihren Soloaufnahmen alle Stimmen und Instrumente selbst einspielt und -singt, schreibt sie für ihre Band ausgefeilte Arrangements. Instrumentalteile geben Raum für Flöte, Viola und Bassklarinette sowie virtuose Soli von Keyboard, Schlagzeug und Bass.

Egal ob mit Band oder als Solokünstlerin, Sanyoo lässt ihre Seele frei schwingen, damit sie die ihres Publikums überall einfangen kann.

Biegsam, mehrdeutig, wandelbar. Sich selbst und ihren Zuhörern Zeit gebend für Entwicklung, Freiheit, Sein.

Loslassen. Fallenlassen. Auffangen.

Neue Träume entstehen durch das Festhalten von Erinnerungen.

Sicherheit in der Ungebundenheit suchend; und vor allem in der unerbittlichen Ehrlichkeit sich selbst und ihren Gefühlen gegenüber. Alles, was da ist, wird angesprochen, aufgenommen, manches auch einfach fragend in den Raum gestellt; Raum für Diskussion, Gespräche, Verbundenheit, Wahrheit.

Musik bedeutet Reisen, ohne den Ort zu wechseln.

Kommen Sie mit auf Sanyoos Reise.