Mister Montelli

Copyright Lukas Beck

Drei Musikerinnen – in ihren verschiedenen Genres tätig – verhaftet in Gelerntem, Anerzogenem, Gewünschtem – im Musikbetrieb Wunderbares, Seltsames und Unmögliches erlebend – finden sich in Freundschaft und Respekt, um ihre verschiedenen Wünsche und Vorstellungen zusammenzuwerfen, zu vermischen und neu zusammenzustellen.
Sophie Schollum – Flöte/Stimme/Komposition, Anna Magdalena Siakala – Viola/Stimme und Theresa Dinkhauser – Klarinetten stellen Fragen und suchen nach weiteren Fragen, ausschließlich in Musik und Klängen, die nichts klar oder doch so logisch und passend erscheinen lassen. Mozart neben Neuwirth, Ballade neben Minimal Music, Slap Tongue neben Lippen schweigen und Notentext neben fliegenden Klängen.

Die Welt der Musik ist groß geworden, es ist alles da, in verschiedenen Formen, in vielen Farben, ganz klar oder auch bunt vermischt. Doch was sind wir und was wollen wir sein? Was wollen wir ausdrücken und wie können wir es am besten tun? Wohin führen unsere Wege und wie lässt sich alles Erlebte verbinden und ordnen, um unseren eigenen Weg zu finden?  So improvisieren, komponieren und arrangieren wir dort hin, wo es uns hintreibt. Es wird verbunden, wo es verbunden werden will und getrennt, wo es auseinanderstrebt. Klassische Kammermusikwerke, die wir für unsere ausgefallene Besetzung (Querflöte, Viola, Klarinetten) arrangieren, finden zu freitonalen Improvisationen sowie zu neuen Stücken, von den Mitgliedern komponiert. Gerne spielen wir Stücke hintereinander oder gleichzeitig, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber wie können musikalische Stile nichts miteinander zu tun haben? Sie wollen doch alle das Gleiche bewirken, entstanden nur unter unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen. Und wieso sollen wir nicht alles, was uns berührt und bewegt verbinden?
Als gemeinsame Basis dient die große Neugier und die Lust am Musizieren, über Grenzen hinaus, weg von stilistischen Einordnungen. Ein Trio, das Platz schafft für alles, was uns bewegt.